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Paul Hennen


En Kuh im Keller - Onkel Pitt und Schöf Vatter



In einem kleinen Dorf, ganz dicht bei Trier, musste einst en Kuh zum Stier.
Onkel Pitt nahm die Kuh Gret, vorbei an der Heinerts - Wies es geht,
mit einem Strick fest in der Hand, den Weg er nach Obermennig fand.
Hier traf er Schöf - Häns mit seiner Kuh,
bleib ein bisschen hier, gönnt euch ein wenig Ruh'!
"Höchstens eine Sfund " kam' es aus Pitters Mund.
Denn die Kuh muss zum Stier, in Krettnach spätestens um vier.

Spielen eine Runde Skat, was man schließlich dann auch tat.
Die Kuh, mit einem Strick, band man fest, das gute Stück.
Draußen neben dem Hauseingang, hin und her die Kuh hier sprang.
Wie es auch immer wohl passierte, die Kuh durch den Hausflur marschierte.
Die Falltür brach durch zum Keller, die Kuh fiel tief; ward immer schneller,
sich im Keller dann befand und vor den Saetz- Krumbern (1) stand:
Genüsslich stand sie hier zu Fressen, ihr Unheil hat sie längst vergessen.

Onkel Pitt an seine Kuh nun dachte, dem Skatspiel er ein Ende machte.
Eilt nach draußen, oh Schreck !! Die Kuh ist weg!!

Er war verflucht überall man sucht. "Hast du sie vesteckt?", er Schöf Hanni (2) frug.
"Jetzt ist es aber genug! Hanni ganz erbost: Nein, nein,
so was fiel mir gar nicht ein I"

Als ganz ratlos vor dem Haus sie standen,
ein Geräusch aus dem Keller sie empfanden.
"Horch!" Onkel Pitt zu Schöf Hanni rief, "die Kuh steht tief !"
Seine Gedanken waren schneller, die Kuh, die steht im Keller !!

Wie ein Feuer gings durch den Ort, alle rannten Zuhause fort,
mit viel Tempo, immer schneller, "Mensch e Schöf en Kuh im Keller !!"

Feuerwehr kam angerannt, wie bei einem großen Brand!
Auch die Presse wollt nicht fehlen, um die Geschichte zu erzählen.

Alles was noch Beine hatte, stand ganz plötzlich auf der Matte.
Das ganze Dorf in Aufruhr war, die Sensation in diesem Jahr !!

Jeder einen Vorschlag machte, wie man das Tier nach oben brachte.

Doch plötzlich der Gedanke kam, vom Heustall einfach Stroh er nahm,
Bausch für Bausch (2) unter die Kuh man steckte, das die Kuh zuerst erschreckte.

Sie es schnell als Lust empfand und das Ganze nicht verstand.
Weiter ihre Grombern (3) fraß und die Welt um sich vergaß!

Bausch um Bausch man ihr unterschob, so langsam sich die Kuh dann hob.


Wie ein Schiff in der Staustuf .Feyen", den Vergleich mag man verzeihen,
hob so langsam sich die Kuh .Gret", ja es war schon gegen Abend spät.
Zuerst sah man Kopf und Ohren, hat ihre Laune nicht verloren.
Schließlich sah man sie dann ganz, vom Kopfe bis zum Schwanz
und sie endlich dann ganz oben um den ersten Lauf zu proben.
Alles noch in Ordnung war, die Euter leicht verdutscht 4,

derweil sie die letzte Grumber qenüsslich lutscht.

Die Kuh war draußen, die Scheune leer,
es gab auch viel zu trinken und ist schon lange her!!

Paul Hennen